Veith I

Man kann es nicht oft genug sagen und auf die Frage hin, was anders ist als zu den vergangenen Jahren, erkennt der Blinde mit dem Krückstock, dass die größte und durchschlagendste Veränderung unsere Durchschlagskraft im letzten Drittel darstellt, die es seit den Jahren von Klärner sr. und Pesch so nicht mehr gegeben hat. Das 6:1 spiegelt die Ereignisse nicht genau wieder, so war es doch bis zur 70 Minute offen, bevor Patrick Veith (Foto) das 3:1 in einer Art und Weise erzielte, die uns an Alassane Plea gegen die Bayern erinnerte und das wir diesen Vergleich nicht scheuen zeigt, dass auch aus der Sprecherkabine des Vereins heraus, etwas mehr Mut eingezogen ist als zu Saisonbeginn und man wird uns hoffentlich, die wir auch Fan sind, diese Überschwänglichkeit und maßlose Gedankenvöllerei irgendwann verzeihen. Da stellt man sich die Frage was wirklich drin ist in dieser Saison und nur gut das uns die alte Frau Demut begleitet, wie ein stummer Schatten, der in ständiger Warnung mit erhobenem Zeigefinger mahnt und uns erinnert, dass wir unseren Blick immer nach unten in der Liga richten müssen. Nach dem gestrigen Spieltag sind uns immer noch die aktuell 12 Punkte Abstand auf einen Abstiegsrang emotional näher, als die 4 Punkte auf den Platz an der Sonne. Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die ersten 10 Minuten hinten katastrophal. Würges verschießt zuerst Elfmeter, spielte weiter nach vorne und belohnte sich kurze Zeit später mit der Führung, die Veith nach herausragender Vorarbeit von Jannik Pleuger mit der Pike eliminierte. Weitere 7 Minuten später spielte Veith einen Freistoß aus dem linken Halbfeld derart gekonnt ein, dass Ali Naghsh, unser iranischer Fußballgott und staatlich geprüfter Mezzo Mix Vernichter, schon wieder mit dem Kopf vollendete und damit sein drittes Saison Tor erzielte. Nach dem Wechsel tief stehende und klug abwartende Eltviller, die auf das lauerten was kommen musste, dass oben beschriebene 3:1 durch PV17. Damit der Bock endgültig umgestoßen, erzielte die Bechtianer drei weitere Treffer durch den eingewechselten Beetz (nach Vorlage von Veith, der auch selber hätte einnetzen können) und zweimal Bender, dessen beide Tore dem Delkenheimer Hünen Auftrieb geben werden, für den kommenden Mittwoch um 20.00 Uhr, dem Nachholspiel gegen Hornau, dass wir ja bekanntlich schon fast gewonnen hatten, bevor Zeus Blitze vom Himmel schickte und die Hornauer nach 0:2 Rückstand zur Halbzeit, glücklich ob einer zweiten Chance, nach Hause fahren ließ. Da will unser Team wieder angreifen, volle Kraft voraus …. Fluchtlichtspiel im Emil März Stadion – ein Pflichttermin für echte Fans.

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