D1 im Rausch2

Die Woche zwischen dem 15. Und 21.09. war der Albtraum für unsere D1 Kicker und den Trainer. Nach 4 Spieltagen mit 3 Siegen und einem Unentschieden kam der Meisterschaftsfavorit aus Unterliederbach am Samstag den 15.09. an den Wiesweg. Unser Team macht ein großartiges Spiel und verliert mit 0:2. In diesem Spiel verletzt sich 10 Minuten nach Anpfiff Schlüsselspieler Luka Wieczorek schwer – Diagnose Kreuzbandriss. Am Montag sind Turniere im DFB Stützpunkt, die Körner kosten. Weitere 2 Tage später das nächste Highlight in Wehen, logischerweise ohne Wieczorek und den verletzten Kapitän Ahlvers. Trotzdem wieder ein großer Kampf auf Augenhöhe, der höchst unglücklich mit 0:1 verloren ging. Dann wegen des Duathlons der Eltviller Schule Vorverlegung des Spiels in Geisenheim nur 48 Stunden nach Wehen. Die Mannschaft körperlich am Ende, trotzdem hochüberlegen verliert erneut mit 1:2 und niemand wusste warum.

Ein Ex Trainer, der sagenhafte 8 Wochen für unseren Verein tätig war und von dem man sich nicht trennte, weil er ein Spiel verlor, äußert sich öffentlich über Facebook und stellt fest, dass die Mannschaft den Spaß am Fußball verloren hätte und fordert den Rücktritt des Trainers, ohne jemals ein Spiel gesehen zu haben. Die einzigen, die in dieser Situation ruhig blieben und mit Begeisterung und Disziplin ihre Trainingseinheiten abspulten waren die Mannschaft und der Trainer.Dazu eine Elternschaft die vorbehaltlos hinter dem Projekt Gruppenliga steht und es ist klar, dass es für einen Verein wie den unseren immer um den Klassenerhalt geht, den wir mit einem Kader, der hälftig mit Spielern aus dem jungen Jahrgang bestückt ist, irgendwie schaffen müssen und schlussendlich werden.

Nach dieser Woche des Grauens, 3-tägiges Trainingslager in den Herbstferien, neue Energie tanken und sich auf das nächste Spiel vorbereiten. Gegen Limburg kein schlechtes Spiel, trotzdem wieder Rückstand und in der Nachspielzeit gelingt Nicolas Bernd das 1:1, ein Punkt für die Seele und der Gewissheit, dass es doch noch möglich ist, Tore zu erzielen. Mittwochs Viertelfinale Pokal gegen Wehen. Wahnsinnsspiel über das wir eingehend berichtet haben. Vorläufiger Showdown gestern am 27.10. gegen Nordenstadt. Wieder Chancen ohne Ende in der ersten Halbzeit und abermals kein Tor. Da sitzt man zur Pause in der Kabine, bleibt positiv und erinnert die Spieler daran, dass wir nur diesen einen Glücksmoment brauchen um den Bock endlich umzustoßen. Was in den 30 Minuten danach geschah, war eine vollendete Angriffsmaschinerie in Perfektion.

Als Dosenöffner fungierte zweimal der freigespielte Nicolas Bernd, der sich aktuell in Topform präsentiert. Danach die Nils Föhr Festspiele, der ebenfalls zweimal traf, nach einem Eckballtrick und einmal vom Spielmacher Lenni Schöppler freigespielt wurde und das 5:0, das Lauris Oltmann in Horst Hrubesch Manier einköpfte, sagenhaft vorbereitete. Das 6:0 per Freistoß in den Winkel erzielte dann kurz vor dem Ende Joshua Jackson. Ein Tor, das Vater Rochus teuer bezahlte, zog er sich doch beim Jubel eine Oberschenkelzerrung und einen Muskelfaserriss zeitgleich und ohne Fremdeinwirkung zu.

Am Ende bleibt abermals die Erkenntnis, dass es im Fußball darum geht die Ruhe zu bewahren und das, was passiert richtig einzuordnen. Wer sich von kurzfristigen Ausschlägen beeinträchtigen lässt, wird der Sache nicht gerecht. Das gilt für alle Teams unseres Vereins von oben bis unten, in den unterschiedlichsten Spielklassen. Die Mannschaft hat in den ersten 4 Spielen sagenhafte 10 Punkte geholt. Da hat auch keiner von Meisterschaft gesprochen. Alles Zähler, die uns von den Abstiegsrängen weghalten. Auf diesem höchstmöglichen Niveau auf dem wir da spielen, wird es immer Rückschläge geben und trotzdem kämpft man weiter, denn Mentalität ist das, um was es geht. In keinem Spiel seit Beginn der Vorbereitung hat diese Truppe es an dieser Eigenschaft fehlen lassen und das wird auch der Schlüssel sein, die Liga zu meistern und damit einen von vielen Beiträgen zu leisten, unseren Verein attraktiv zu halten, komme was da wolle.

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