Petzold

 

Dieses Großkampfwochenende hatte es in sich und egal was wir vorhaben, egal wie wir es anstellen wollen ... es wird uns nicht gelingen nach allen Facetten und Fakten zu recherchieren, die das Große und das Ganze der Spvgg abbilden, in einer Zeit die uns gut tut, denn das Ballrollen bringt uns zurück zur Normalität und gibt der entwöhnten Fußballseele neue Kraft, aber auch Leiden.

Wir stampfen auf der Tastatur, strecken alle 10 Finger und lassen dem Geiste und dem Spielplan freie Hand, arbeiten chronologisch voran mit dem ersten Spiel vom Wochenende am vergangenen Freitag.

Dort trat unsere DIII gegen die DI aus Geisenheim und unterlag unglücklich mit 0:3, nach großem Kampf in Kellersgrube. Da war unerwartet mehr drin. Noch knapper dann die Niederlage von Marlon Klärners BII gegen Taunusstein II mit 1:2 nach gutem Spiel. Dann endlich - unsere A-Jugend holt im zweiten Spiel den ersten Dreier in der Gruppenliga gegen Niedernhausen, ebenfalls eng mit 2:1 im Abendspiel im Emil März Stadion, ganz viel Emotion und einem aufgelösten Trainer Pleuger, der nach dem Anschlusstreffer der Gäste zum 1:2 kurz vor Schluss an der Außenlinie eine Art Breakdance mit Elektroschockgarnierung darbot und nach dem Schlusspfiff die Hände in die Nacht streckte, um somit nicht nur (aber auch) dem Fußballgott längst überfällig anzuzeigen, dass der Messias unseres Sports, ein aus Winkel emigrierter 28 jähriger mit der Trikotnummer 9 sei und endgültig dabei ist, den isolierten Eltviller Sektenkultstatus abzulegen und die frohe Botschaft seines Ballbesitzfußballs in die weite Welt zu bringen. Herrlich!

Am Samstag zeigen unsere beiden verblieben D-Jugenden Leistungen in der Kreis- und Gruppenliga, mit denen wir nicht einverstanden sein können und die den Verein in eine Art Schockstarre nach hinten katapultiert. Während unsere DII (1:3 gegen Johannisberg) im jungen Jahrgang Fehler machen darf, ist die Schonfrist für die DI abgelaufen. Bei der 2:3 Niederlage gegen Germania Wiesbaden stand leider keine Mannschaft auf dem Platz und so wird man in der höchsten Spielklasse kein Spiel gewinnen können. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Dagegen die C1, C2 und C3 unfassbar erfolgreich. C1 revanchiert sich für die Orlener Auswärtsniederlage unserer A-Jugend (1:6) mit dem gleichen Ergebnis in die andere Richtung bei unseren Freunden vom Zugmantel (damit 7:7), zeigt eine unfassbare Mannschaftsleistung und hatte mit Luka Kolak und Tim Freund ihre herausragenden Akteure, die den zurecht hochgelobten Orlener Angreifern alle Steckern zogen. Dazu ein Kapitän Nils Föhr in Spiel- und Torlaune (3 Tore), der neben Ellet Clum-Stockton (2 Tore) und dem Afghanen unseres Vertrauens Fayaz Wafa (1 Tor) herausstach, garniert und als Hauptattraktion zu verstehen, Spielmacher Herr Nicolas Bernd, dessen großartiges Können uns an so manchem Spieltag verzaubert fassungslos zurücklässt, im Tagtraum Fußball.

Ein weiteres Highlight am Samstagmittag das 5:0 unserer CII in Schlangenbad mit dem Viererpack von Paul Petzold (Bild), der unten aushalf und seine Ambitionen nach oben eindrucksvoll klarstellte. Trainer Dommi Knopp begeistert von der Leistung des Rheingaumaradonas: „Der wird seinen Weg machen, selten so eine Leistung im jungen Jahrgang gesehen“. Weiterer Torschütze beim Tabellenführer der Kreisliga A war Neuzugang Ehsam Karimkhel, bei dessen Tordebut, dass unsere CII an die Tabellenspitze bringt. Ebenfalls zu erwähnen und nicht zu vergessen ... Justus van Husen. Der D-Jugend Torwart wurde gebraucht und übererfüllte alle Erwartungen spielend, ohne Fehler und erkämpft sich das höchste Gut im Mannschaftssport – Respekt! Bleibt die CIII mit den aus Rauenthal stammenden U13 Spielern Lian Karle und Leonard Mehl bei Ihrem Debut in der C-Jugend und einer fantastischen Leistung zum 6:0 Auswärtssieg beim JFV Idstein-Waldems. Damit ist die 3. Mannschaft ebenfalls Tabellenführer in der Kreisklasse, mit einem Torverhältnis von +12 nach zwei Spielen.

Dazwischen gewinnen unsere Schenkianer der EI mit 13:3 ihr Testspiel auswärts bei Mainz-Kostheim. Startrainer und Fußballmagier Markus Schenk findet das bekannte Haar in der Suppe und beschwert sich massiv über 3 Gegentore. Mit solchen Trainern braucht Dir, für alles was in der Zukunft liegt, nicht bange zu sein.

Der Samstag noch lange nicht vorbei. Auswärts in Langenaubach musste unsere 1. Mannschaft am Samstagabend ran und dominierte in der Verbandsliga Hessen-Mitte die Hausherren in Halbzeit I beliebig, führte auch in dieser Höhe verdient nach 45 Minuten mit 4:0. George, Kliemt und zweimal Hernandez (was ist denn mit dem?) waren die Torschützen beim zweiten Sieg im zweiten Spiel. Nach der Halbzeit kamen die Langenaubacher besser ins Spiel und setzten den Ehrentreffer zum 1:4, bei dem es letztendlich blieb. Am kommenden Mittwoch in Niedernhausen geht es gegen den Aufsteiger um nichts weniger als die Tabellenführung. Es ist noch nicht klar, wohin die Reise in dieser Saison geht und wir müssen unbedingt die Geister der Selbstzufriedenheit vertreiben, aber 6 Punkte nach zwei Spielen ist das was es ist - Traumstart.

Wir schnaufen durch und spätestens jetzt werden sich die verehrten Leser doch wahrhaftig fragen, wie man nach einer derart fokussierten, beeindruckenden und nimmermüden journalistischen Leistung irgendwie in der Lage sein könnte, den nächsten Tag in gleicher Weise zu performen. Diesen Zweiflern wollen wir jedoch zurufen, dass wir über alle Grenzen hinaus gehen, sei es auf dem Platz oder am Schreibtisch. Weiter geht’s!

Der frühe Morgen des nächsten Tages entschleunigt das Gemüt. Der D1 Schocker gegen Germania Wiesbaden ist bei weitem noch nicht verdaut und trotzdem schält sich aus der Unordnung des Abends schleichend, aber stetig wieder Kontur heraus. Die Einordnung fällt leichter, die Lebensgeister erwachen zusehends und wenn man von oben draufschaut, umgibt einen das gute Gefühl, dass vieles im Verein richtig gut läuft und was ist wichtiger? Genau - Nichts!

Als gegen 11.00 Uhr die Aufstellung unserer dritten Mannschaft durch den Ticker gedrückt wurde, transformierte sich die Stimmung in der Presseabteilung binnen Sekunden zu einer Art inneren Wohligkeit mit Hang zur Ekstase. Wir können sie nicht alle nennen, aber wem läuft nicht das Wasser im Munde zusammen, bei Spielern wie Kalungi, Schattner, Boryca, Rosskopf oder unser aller Idol Brogl-Majal? Und die Rüdiger Truppe hielt, was die Aufstellung versprach. Es wurde das zu erwartende Freudenfest des Fußballs in Hettenhain, auf Naturrasen, der seine Halme schon bei der Inspizierung des Platzes durch unsere Helden, lustvoll Richtung Sonne streckte. Wieder einmal überzeugt uns dann im Spiel die Leichtfüßigkeit eines Reichelt, die Kompromisslosigkeit eines Benders, die Gelassenheit eines Pnischecks, die Standhaftigkeit eines Illners und die Erfahrung eines Jurkas derart, dass wir für einen kurzen Moment innehielten und es wirklich wagten vom nächsten Aufstieg zu träumen. Zweimal netzte der ewige Reichelt, jeweils einmal Kalungi und Brogl-Majal (absoluter Qualitätsspieler), so dass wir den 4:1 Auswärtssieg bei Hettenhain II als das nehmen, was er letztlich war, eine Selbstverständlichkeit und ein entspannter Einstieg in den neuen Fußballtag.

Der Weg nach Presberg (Monte Preso) gestaltet sich nicht leicht, denn die B42 ist dicht und mit einer Verspätung von 25 Minuten erscheinen wir viel zu spät im Königreich von Axel Kaiser, dem Gönner und Präsidenten des SV Presberg, der es immer wieder mit guten Worten schafft, Ausnahmespieler nach Presberg zu lotsen, die dann auf einer Asche kicken, die jegliches Fußballspielen verbietet. So spielte der SV Presberg gegen unsere 2. Mannschaft lang und weit (was auch sonst, es ist nichts anderes möglich bei Schlaglöchern bis nach Bagdad), während wir ernsthaft versuchten Fußball zu spielen. Immer wieder blitzte unsere Ballfertigkeit einen Sekundenbruchteil auf, bis der nächste Stein, der nächste Krater oder der Staub, der in die Augen drang, alles wieder zunichtemachte. Dieses Spiel gefiel uns von der Emotion sehr (da wurden einige Freundschaften erneuert), auch wenn es am Ende beim 0:0 blieb, durften wir uns zurückerinnern an viele Hartplatzschlachten vergangener Tage. Ein Punkt mit dem wir am Ende gut leben können, mit einem überragenden Göttert im Tor, der uns das ein oder andere Mal im Spiel hielt und einer großen kämpferischen Leistung unserer Mannschaft. 2 Spiele – 4 Punkte – es geht schlechter.

Beflügelt von einer Presberger Bratwurst (mit ganz viel Senf und Brötchen) traten wir die letzte Reise für das Wochenende an und erreichten die Spielstätte Emil März Stadion pünktlich kurz vor 18.00 Uhr zum B1 Spiel gegen den JFV aus Taunusstein, dass unsere Ausnahmekickertruppe locker und leicht mit 6:1 (Dreimal Morgenroth, zweimal Sarris und einmal Clum-Stockton) gewann. Damit die Auftaktniederlage gegen Kelkheim (nach 3:0 Führung) egalisiert und in der Gruppenliga angekommen. Es gibt manchmal so ein Gefühl, wo es weit gehen kann. Die B-Junioren sind das heißeste Eisen im Feuer, wenn es darum geht, in welcher der Gruppenligen wir dauerhaft angreifen können. Diese Truppe ist derart gut besetzt, dass es schwerfällt an weitere Niederlagen zu glauben und mit Trainermatador Steinmetz als Antreiber, Förderer und Forderer kann sowieso nicht viel schiefgehen. Geile Leistung – geiles Spiel!

Was blieb danach noch vom Wochenende übrig? Der Besuch bei Toni Wagner in Rauenthal! Herrliches Essen, wunderbarer Wein und der beste Gastgeber von allen ließen uns den gedanklichen Freiraum das Wochenende zu verarbeiten, zu schwelgen vom sensationellen 6:1 unserer C1 in Orlen, den extraterrestrischen Leistungen unserer Aktiven und die Gewissheit zu haben, das alles in Ordnung ist am Wiesweg, der Heimat des Peter Scheuerlings, der uns mit seinen ständig wiederkehrenden Ermahnungen wach hält, damit wir nicht zu selbstzufrieden einschlafen .... sind wir auch nicht, hab keine Angst Peter, sind wir nicht .....

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