MorishitoDie Überschrift verspricht einiges und doch geloben wir feierlich, dass, im Verhältnis zum Realitätswahnsinn der letzten Tage, alles in der vom Schreiber erdachten Headline untertrieben daherkommen muss. Unsere Gedanken lassen sich nicht abschütteln, nur die weit entfernte Stimme, die uns ermahnt nicht zu sehr zu schwelgen, sondern die Informationen unter der Maßgabe der Seriosität und der Gründlichkeit wahrhaftig an die aufmerksame Leserschaft weiterzugeben, von denen viele unserer wöchentlichen Veröffentlichung wertschätzend entgegenfiebern, wie der gemeine Mainz 05 Fanatiker seit Jahren dem guten Fußball - obwohl längst geklärt ist, bei welchen der beiden Sehnsüchte die Erwartungen letztlich auch erfüllt werden.  

So legen wir los, ohne Gewissheit was am Ende herauskommt, schließen wir die Augen, treiben stromabwärts weiter in die Saison hinein, kommen im Flussbett gut zurecht, nur die eine oder andere Bugwelle trifft uns kurz, lässt aber den hervorragenden Gesamteindruck des Geländes unberührt. Da haben wir eine erste Mannschaft, die in Beständigkeit unbeständig bleibt, so dass wir im Morgennebel stochern, ohne nachhaltig erkennen zu können wohin die Reise wirklich geht. Nach 6 Spielen können wir attestieren, dass wir so schlau sind wie zuvor. Verzweifelt steckt die Redaktion ihre Köpfe zusammen und fragt sich: sind wir jetzt gut oder schlecht, nachdem wir die ersten beiden Spiele gewonnen, danach zwei verloren und jetzt wieder doppelt zugeschlagen haben? Warum kommt die Mannschaft so derart gut zurück gegen die SG Walluf und Marburg, jeweils nach Rückständen und dreht die Spiele? Am Wochenende sogar auf einen überzeugenden 1:5 Auswärtssieg, obwohl Patrick Veith sehr früh raus musste und Hernandez gar nicht erst auflaufen konnte.

Fragen über Fragen und wir suchen zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison nach Erklärungen warum der nach 19 Minuten für Veith eingewechselte Quotenjapaner Masahito Morishima (Bild) den rechten Verteidiger derart gut spielte, dass wir diesen getrost, zusammen mit Jonas Feldhaus in der Innenverteidigung in die Elf des Tages in der Verbandsliga Hessen Mitte einordnen müssten, wenn uns das irgendwie als wichtig erscheinen würde, denn auf welche Mannschaft wir auch immer in unserem Verein schauen, es bleibt festzustellen, dass der Einzelne nichts, aber das Team alles ist. Mit dieser Erkenntnis analysieren wir weiter und wollen die Empfindung artikulieren, dass der Zusammenhalt innerhalb einer Gruppe derart stark sein muss, dass egal wer da auf dem Rasen steht, sich einer für den anderen in einer Art und Weise einsetzt, die uns stolz macht und die schlussendlich Punkte bringt. So einfach ist der Fußball, auch in der Verbandsliga Hessen Mitte. Schmidt, Kliemt, Bender (FE), Kauer und der überragende Jonas Feldhaus erzielten die Tore in Marburg.

Überschattet wurde dieser grandiose Sieg leider von einer Meldung des Wiesbadener Kuriers, dessen Verantwortliche anscheinend und um in unserer Metapher zu bleiben, die Hand stromabwärts nicht vor den Augen sehen können. Hier müssen unbedingt Schlagzeilen produziert werden. Aus dem nichts wird da bekannt gegeben, dass Eric Pascal Bender wohl nach der Runde zu seinem Heimatverein Delkenheim als Spielertrainer zurückkehren wird. Diese Nachricht ist in ihrer Aussage maximal überflüssig, so ist es normal, dass jeder Spieler sich darüber Gedanken macht, wann der richtige Zeitpunkt ist, zu seinem Heimatverein zurückzukehren. Wir könnten in diesem Zusammenhang genauso spekulieren, wann Robin Zentner wieder das Tor unserer 1. Mannschaft hütet und veröffentlichen, dass wir davon ausgehen, dass der Musterprofi aus Eltville-Ost in der Spielzeit 2030/31 wieder im Emil März Stadion auflaufen wird und wenn die Sonne in Zukunft nicht im Süden aufgehen sollte, wird Robin Kliemt in der Spielzeit 2028/29 (vielleicht aber auch ein Jahr früher oder zwei später) wieder in Hallgarten spielen, usw. Da wollen wir den Printmedien unseres Vertrauens zurufen, dass die Zukunft von EPB10 weder in Delkenheim, noch in Wiesbadener Fußgängerzonenbüros entschieden wird, sondern am Wiesweg in Absprache mit dem spielenden Co-Trainer selbst, dem Cheftrainer Thorsten Becht und dem Präsidenten, denn zwischen diese Protagonisten passt kein Blatt Papier und um es mit gleicher Münze zurückzuzahlen, stellt sich aktuell die Frage, ob in Wiesbaden nicht Journalismus, sondern Vermutung studiert wurde und nicht zu vergessen, ob der eine oder vielleicht doch ein anderer Delkenheimer über Nacht durcheinander geworden ist.

Die 2.Mannschaft unterliegt in Winkel mit 3:1 und auch der nach langer Verletzung eingewechselte JP9 konnte das Ruder (noch) nicht rumreißen .... Mund abputzen und nicht vergessen, dass Walsdorf am Freitag mit 5:0 weggefegt wurde. Wir spielen in der Kreisoberliga bisher eine sehr ordentliche Saison und in Winkel gibt es für uns irgendwie in den letzten Jahren nicht viel zu holen. Nehmen wir es hin und hoffen auf Besserung.

Dagegen strotzt unsere 3. Mannschaft vor Selbstvertrauen und schafft im vierten Spiel den vierten Sieg. Erfolgscoach Rüdiger schwimmt auf einer Welle der Begeisterung und die Mischung zwischen Erfahrung und jugendlichem Sturm und Drang (Tore Pnischeck und 2x Schattner) zeigen uns, dass wir mit der Meldung dieser Truppe alles richtig gemacht haben. Trotzdem erreicht uns am frühen Sonntagabend eine Hiobsbotschaft, denn Starspieler Paul Schünemann musste mit Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus. Wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung Paul, die Mannschaft, der Verein und eine Weinkönigin brauchen Dich. Komm bald wieder!

Damit haben wir die Aktiven abgehandelt und kommen zu einem weiteren Prunkstück des besten Vereins auf diesem Planeten – zur Jugendarbeit. A-Jugend fegt über Limburg hinweg. Jannik Pleuger holt den nächsten Sieg mit 6:0 gegen Limburg, ohne die in Quarantäne befindlichen Lang und Rüdiger, aber mit den Dreierpackern Knopp und Thümmel und wir vergessen nicht, dass der eine Rauenthaler und der andere Geisenheimer ist. Schon als Vorabmeldung für den WK dürfen wir heute vermelden, dass der in der Spielgemeinschaft den Fußball zelebrierende Patryk Knopp im nächsten Jahr für unsere Freunde bei der Rama auf Torejagd gehen wird. Den Abgang von Daniel Thümmel erwarten wir dann für die Spielzeit 2032/33 zurück zu seinem Heimatverein FV Geisenheim 08. Großartige spielerische Leistung. Weiter so!

BI empfing im Spitzenspiel am Sonntag in Rauenthal ... Mainz-Kastel, zeigte nach Rückstand in der Halbzeit eine großartige Moral und schnürte die Gäste im zweiten Abschnitt derart in ihrer Hälfte ein, dass es eine Freude war. Folgerichtig erzielte Höber (ebenfalls ehemals Geisenheim – wann geht der eigentlich zurück?) per Foulelfmeter den Ausgleich. Leider ließen die Jungs noch viele Chancen liegen, die Größte vergab Ausnahmespieler David Jurcan (Hettenhain) nach unfassbarem Steckpass von Emil Hecht (ehemals Rüdesheim/Winkel/Weilbach und Gonsenheim .... wer soll da noch durchblicken 😊) kurz vor Schluss freistehend vor dem Torwart. Ein Sieg wäre verdient gewesen, sehr schade, dass die Leistung nach der Pause nicht mit 3 Punkten belohnt wurde, trotzdem bleiben wir im Rennen um den Aufstieg in die Verbandsliga dran.

In nichts nachstehend unsere beiden anderen Gruppenligisten.

CI im Megakracher in Unterliederbach trennt sich 1:1.  Was für ein Spiel gegen den Meisterschaftsfavoriten aus dem Main-Taunus. Taktisch hochstehend, ohne Fehler, mit einem Wahnsinnstempo auf beiden Seiten und hoher technischer Qualität, sahen die vielen mitgereisten Fans genügend herausgespielte Chancen auf beiden Seiten, um das Spiel zu entscheiden. Die beiden größten vergab das Lang/Knopp Team kurz vor Schluss, als zuerst Bernd und danach Wafa das Runde knapp nicht in das Eckige brachten. Wenn die Tabelle (nach den Ferien) bereinigt ist, steht unsere CI mit 13 Punkten aus 5 Spielen ganz oben mit dabei und auch hier sind wir mit dem tabellarischen Status Quo nicht zufrieden. Die Spieler wollen mehr und auch wenn Unterliederbach vielleicht den Hauch besser oder sagen wir erfahrener besetzt ist, hat das deutlich jüngere Team (die Hälfte spielt bei uns im jungen Jahrgang) wirklich eine ernstzunehmende Chance um die Meisterschaft zu spielen, wenn alles passt und Verletzungen ausbleiben. Das beste Spiel einer Eltviller C-Jugend an das sich die Redaktion erinnern kann. Hut ab.

Einen „dreckigen“ Sieg erkämpfte sich unsere DI in Taunusstein, die Heimmannschaft verfügte über die totale körperliche Überlegenheit, so dass es für unser Team sehr schwer war ordentlich Fußball zu spielen. Ein Match auf des Messers Schneide, mit einem Paukenschlag als Schlussakkord. Nach Vorlage des genesenen Thilo Hoffmann erzielte in der 60. und damit letzten Spielminute die beste Fußballerin von allen – Dana Dzygoluk, den Siegtreffer zum 1:0 Auswärtssieg, bei dem Starbetreuer Schöppler, im feinen gelben Zwirn, als Trendsetter, angereist und die Assistentenfahne wild in der Hand schwenkend, sich vor lauter Freude nicht mehr einkriegen konnte und nach Abpfiff emotional auf die Knie sank um dem Fußballgott zu preisen. Bilder, die man nie vergisst.

Apropos Gehard Schöppler, der mit dem Trainer Lang, der für die CI und DI verantwortlich ist (Schöppler ist bei beiden Teams Mannschaftsverantwortlicher), in Überschallgeschwindigkeit zu dem mittlerweile legendären Auftritt unserer CI nach Unterliederbach zu fahren, war restlos seinen Tagträumen erlegen und derart begeistert vom Sieg der DI und dem Auftritt unserer CI, dass er seinen Trainer (ohne Fahrzeug) einfach bei der Abreise vergaß und freudestrahlend mit einer Schar ausgewählter mitgereister D-Junioren, über die A66 kommend schnurstracks den nächsten MC Donalds aufsuchte und dem leiblichen Wohl frönte. Der Coach, der mit seinem Kollegen von der Gegenseite Christoph Abel, nach Abpfiff ausgiebig das Spiel analysierte, fand sich schlussendlich alleine in der Hans-Böckler-Straße wieder und musste von seiner Freundin, die im guten Glauben an die strategische Fahrgemeinschaft Schöppler/Lang bereits auf dem Weg war, abgeholt werden, so dass am Ende sportlich vieles, logistisch aber nicht alles zum Besten bestellt war am Samstagnachmittag.

Was war noch? DII egalisierte einen 0:2 Rückstand in Taunusstein zum 2:2. CII im Spitzenspiel der Kreisliga 1:1 gegen Hünstetten und die EI verlor das Heimspiel gegen Orlen glücklos mit 0:4 – kann auch mal passieren und ist kein Beinbruch. CIII unterliegt in Johannisberg knapp mit 1:2 und die BII unterliegt gegen den gleichen Gegner im Heimspiel mit gleichen Ergebnis. 

Wie geht es weiter? DI spielt morgen das nächste Spiel in der höchsten Spielklasse in Rauenthal um 18.00 Uhr gegen Mainz-Kastel und unsere BI empfängt im Emil-März-Stadion um 19.00 Uhr die SG Orlen im Kreispokal. Dazu muss unsere A-Jugend in der Gruppenliga nach Taunusstein (Neuhof). Dort ist der Anstoß auf 19.30 Uhr gelegt.

Am Samstag dann um 18.00 Uhr das Verbandsligaspiel unseres Aushängeschilds gegen Ederbergland.

Bleibt die Erkenntnis, dass der Redakteur unseres Vertrauens, der am Wochenende im Coachingmarathon 4 Spiele bestritt (DI, CI, BI als Aushilfe und CII) körperlich und mental wiederhergestellt ist und voller Tatendrang der Trainings- und Spielwoche entgegenfiebert, um das zu tun was er am liebsten macht: den Nutzen des Vereins zu mehren. Er und der Rest der Trainer- und Spielergilde sind auf dem Besten aller Wege. Könnte alles nicht besser sein und wenn wir jetzt noch die externe Berichterstattung in Gemeinschaft besser hinbekommen, wäre es kaum noch auszuhalten.

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