Da kann der DFB machen was er will, sich in die Schlagzeilen der deutschen Presselandschaft zu bewegen, da kann ein Altkanzler seinen letzten Weg gehen, das was unsere Gesellschaft derzeit und auf unbestimmte Zeit am meisten bewegt, ist sicherlich die Flüchtlingsfrage. Gestern wurden aus Berlin weitere Verschärfungen bekanntgegeben, insbesondere das sogenannte Dublin Verfahren für syrische Flüchtlingen wieder aktiviert und unsere Kanzlerin steht da wie ein begossener Pudel und muss lernen, dass eine Demokratie daraus besteht, viele Meinungen gelten zu lassen und sich am Ende zu vereinbaren. Diese Erkenntnis steht unabhängig von der persönlichen Einstellung in diesen so schwierig zu beantwortenden Fragen fest verankert im gesellschaftlichen Raum. Keiner kann heute sagen, wie die Geschichte ausgehen wird und deshalb wollen wir auch gar nicht versuchen zu beleuchten, was für unser Land das Richtige ist.

Bei genauerer Betrachtung wirkt es im übrigen deplatziert, sich auf der Website eines Fußballvereins darüber ernsthaft Gedanken zu machen, sondern wir versuchen uns die Brille derer aufzusetzen, denen wir unmittelbar begegnen und in unserem Fall sind das die Menschen, die in der Turnhalle am Wiesweg und am Wacholderhof auf die Erkenntnis warten, in welche Richtung ihr zukünftiger Lebensweg gehen wird. Der Fußball ist etwas, was uns mit den Hilfesuchenden in jedem Fall verbindet. Wer abends die Trainingseinheiten unserer Mannschaften besucht, wird feststellen, dass dort um den Platz herum Kinder und Erwachsene gegen den Ball treten und sich einfach nur freuen, aus ihrem Nerv tötenden Alltag rauszukommen. Den ein oder anderen Jungen haben wir auch schon in unseren Trainingsbetrieb integrieren können. Die dankbaren Gesichter der Kinder sprechen eine klare Sprache und selbst der hartgesottenste Trainer wird nicht umhinkommen, diesem Umstand in seinem weichen Kern durchdringen zu lassen und sich Abends insgeheim zufrieden auf die heimische Couch fallen zu lassen, wenn man so einfach etwas Gutes beisteuern kann. Wir haben gestern mit dem Malteser Hilfsdienst vereinbart, dass wir einen kleinen Teil unserer sehr kostbaren Trainingszeit den Flüchtlingen anbieten und zwar Dienstags von 18.15 Uhr - 19.30 Uhr. Darüber hinaus werden wir vor den Spielen unserer Aktiven am kommenden Sonntag den Flüchtlingen die Möglichkeit geben, ein eigenes Spiel zu veranstalten. Antoß ist gegen 11.00 Uhr. Wir bitten daher alle Mitglieder, Gönner, Sympathisanten, Gewerbetreibenden oder anders gesagt, einfach alle Eltviller diesem Spiel beizuwohnen und vor allem zu spenden. Nach Rücksprache mit Frau Hombach, die sich für die Flüchtlinge am Wiesweg verantwortlich zeichnet, fehlt vor allem Sportkleidung, Schuhe etc. - d.h. insbesondere die Eltern unserer Jugendkicker sind angehalten daheim zu schauen, was man entbehren kann und davon lieber zu viel, als zu wenig mitzubringen. Dazu und mindestens genauso wichtig, sind logischerweise Geldspenden, die wir nach dem Spiel den ehrenamtlichen Malteser Helfern übergeben wollen, damit sie weiterhin ihren wertvollen Beitrag leisten können. Wir werden unser Vereinsheim als Sammelstation nutzen - einfach die Spenden bei Zuppi abgeben. Danach können wir dann die Spiele unserer ersten und zweiten Mannschaft verfolgen. Fast überflüssig zu erwähnen, wie wichtig uns dieses Anliegen ist. Wir freuen uns auf Euren Besuch und die Spenden.