Taunusserie hält selbst am Wurstmarktwochenende an

Nachdem man in den vergangenen beiden Wochen die beiden Taunusmannschaften Beuerbach und Neuhof ohne einen Punkt dastehen ließ, konnte Eltville auch gegen den dritten Gegner aus der Taunusreihe, SG Orlen,  einen Dreier einfahren. Ein durchaus wichtiger Sieg, der die Eltviller Buben wieder an den Relegationsplatz heranpirschen lässt.

 

Vor dem Spiel ließ sich bei den Gastgebern bereits ein positiver Trend feststellen. Dieser sollte an diesem Nachmittag mit dem Sieg gegen Orlen fortgesetzt werden. Trainer Sven Klärnermotivierte seine Mannschaft bis in die Haarspitzen, um durch einen Sieg nicht nur den Tabellendritten zu schlagen, sondern vor allem Punkte auf den Relegationsplatz gutmachen zu können. Klärner, an diesem Spieltag ohne Co Trainer Markus Schenk agierend, da mit 40° Fieber im Bett, sah ein unterhaltsames Spiel. (Gute Besserung an dieser Stelle Markus) In den ersten Minuten fehlte Eltville die Ordnung und die Aggressivität. Orlen kam so immer wieder zu Abschlüssen. Ihr bester bereits in der Anfangsphase. Ein Weitschuss aus 18 Metern, wie ein Strich gezogene, fand seinen Abnehmer in der Unterkante der Latte. Glück für Eltville, dass es nicht bereits hier schon 0:1 für die Gäste stand. Doch Eltville berappelte sich. Kam zum Einen zu mehr Spielanteilen zum Anderen auch zu mehr Torchancen. Vor Allem mit den gefährlichen Standardsituationen durch Patrick Füll und Phillip Zentner hatte die Orlener Hintermannschaft ihre Probleme. Kapitän Nico Gerhard nutzte die Verunsicherung seines Ex Vereins und konnte in der 16.Spielminute freistehend einköpfen. Im Gegensatz zu den Spielen zuvor riss diesmal das Engagement der Gastgeber nicht ab, sodass Eltville weiterhin das spielbestimmende Team war. Oftmals waren Angriffe der Rosenstädter nur durch taktische Fouls zu stoppen, die allerdings vom Schiedsrichter ziemlich inkonsequent mit Gelb geahndet wurden. Nichts desto trotz kam Eltville immer wieder in Richtung Tor. Zentner scheiterte nur knapp mit einem Weitschuss ehe er als Vorarbeiter zum 2:0 glänzen konnte. Einen Standard von der rechten Position brachte schlug er bis in den Fünfer, wo Max Reichelt in Uwe Seeler Manier per Hinterkopf treffen konnte. Eltville hatte verstanden, dass der Torhüter der Gäste an diesem Tag bei Flankenbällen nicht der Sicherste war. Psychologisch war das Tor ein Genickschlag für die Taunusstädter, denn kurz danach pfiff Schiedsrichter Oellers zur Halbzeit. In Halbzeit zwei ergaben sich wie erwartet ein offenes Spiel. Orlen musste agieren und Eltville bekam somit mehr Räume. Leider wurden die Angriffe auf beiden Seiten zu schlampig ausgespielt, als dass jemand in der zweiten Halbzeit ein Tor verdient hätte. Für Eltville scheiterten zweimal P.Füll, die Gäste scheiterten bei einem Weitschuss an Eltvilles Torhüter Jung. Zwingendere Torchancen gab es in Abschnitt Zwei leider nicht mehr.

Bleibt zu erwähnen, dass Stephan Droste den wohl kürzesten Einsatz aller Zeiten bekommen hat. Gerade einmal zwei Sekunden stand er auf dem Platz, als bereits zur Halbzeit gepfiffen wurde. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde er jedoch wieder gegen Kopplow getaucht. Riecht ziemlich stark nach einer Kiste. ;)

Fazit: Dritter Sieg in Folge bedeutet zeitgleich einen Sprung in der Tabelle. Die Buben müssen einfach weiterhin von Spiel zu Spiel denken und sollten auch am kommenden Sonntag gegen Heftrich hochkonzentriert sein, um das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Schließlich gilt es auf diesem Platz noch etwas gut zu machen, nachdem man im vergangenen Jahr mit 0:2 verlor und damit noch gut bedient war.

Aufstellung: Jung, Movagharnia, Illner, Kopplow (Droste 45.+2) , Zentner, Gerhard, Bingel, Reichelt, Pnischeck (Junglas), P.Füll, Horne