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Es tut immer noch weh am frühen Donnerstagmorgen, aber es ist der Fußball, der uns diese Geschichten bringt in einer Dramaturgie, die uns zurücklässt in dem Wissen, gestern Abend ergebnistechnisch eine Niederlage erlitten zu haben, aber zumindest emotional als Sieger dazustehen. Auch wenn danach so viele Tränen flossen, dass der Pegelstand des Rheins wieder auf das normale Mas gebracht hätten werden können, hat in jedem Falle der Fußball und auch unser Verein gewonnen.

Was unsere D1 am gestrigen, am Mittwochabend den zahlreichen Zuschauern im Pokalviertelfinale gegen den großen SV Wehen anbot, war eine großartige Mentalität, eine Freude an dem Spiel, dass es selten zu bestaunen gibt. Zwei Minuten vor Schluss der Verlängerung verhagelte eine Fehlentscheidung den möglichen Einzug in das Halbfinale. Um zu versuchen dem ganzen gerecht zu werden, muss man attestieren, dass ab 18.30 Uhr zwei großartige Mannschaften ein Spiel bestritten, von dem man noch lange sprechen wird. Was uns für die Zukunft daraus auch noch mutig zu stimmen hat, ist die Tatsache, dass der überwiegende Teil unserer Spieler (immer mindestens fünf von neun möglichen Spielern) im jungen Jahrgang daherkamen und auf Augenhöhe gegen den großen Favoriten spielten, mit zunehmender Spielzeit mit immer mehr Torchancen kreierten, nur nicht mit dem Spielglück ausgestattet waren, dass benötigt wird, um den ganz großen Schritt zu machen. Umstellung auf Dreierkette mit den Protagonisten Hauser, Halimi und Zaltenbach. Zwei, je nach Spielsituation, extrem variabel tief und versetzt hochstehenden „Sechsern“ Schöppler und Bernd und was davor, Ahlvers als Linksaußen (da haben sich aber alle inkl. dem Spieler die Augen gerieben), Föhr und der aus der D2 aktivierte Münzer (später Jackson) veranstalteten, war unbestritten das, für was es sich lohnt eine Traineramt zu übernehmen und oder sich als Zuschauer ein Spiel anzuschauen. Durch die Spiegelung des Wehener Systems und dem daraus zwangsläufig resultierenden 1 gegen 1 Spiel, unterband unser Team das Aufbauspiel des Gegners konsequent, so dass man ohne große Torchancen zuzulassen in die Pause ging. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde das Pressing verstärkt, die gegnerische Kette im Spielaufbau immer weiter unter Druck gesetzt und aus der Hoffnung auf Fehler im Aufbauspiel der Wehener wurde mehr und mehr Realität, die uns im Umschaltspiel große Chancen eröffneten, die und wenn man das berühmte Haar in der Suppe suchen will dann würde man es da finden, leider ungenutzt blieben. Aber auch Wehen hatte seine Chancen, einen Lattentreffer inklusive. Ansonsten hielt Jonas Platz im Tor den Kasten sauber. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hätte es dann Elfmeter geben müssen, als Ahlvers über links in den Strafraum eindrang. Alles lamentieren hilft nichts, heute Abend nächstes Training um 18.00 Uhr und dann am Samstag gegen Nordenstadt in der Runde. Kopf hochnehmen und unbedingt weitermachen, auch das gehört zu dem Sport den wir alle lieben, manchmal auch verteufeln, aber nach einer solchen Niederlage wieder aufzustehen, ist das um was es geht, im Leben und im Sport. 

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