G1 Fischer2

Man mag gerne in die verschiedenen Richtungen schauen, die das runde Leder uns vorgibt, aber am Ende spiegelt sich die kreisförmige Beschaffenheit des Spielgerätes in den Geschichten, die uns umtreiben und die wir Wochenende für Wochenende, Trainingstag für Trainingstag miterleben, bewerten und tief einsaugen in die Unvergänglichkeit unseres Bewusstseins. Und doch wissen wir, dass egal, wo wir stehen und unseren Blick in die weite Fußballwelt richten, wir immer nur den Horizont erfassen, immer nur den nächsten Schritt machen können, um weiterzugehen in der Unmöglichkeit des Ankommens, denn beweisen muss man sich jedes Mal neu, egal welche Aussichtsplattform man auch besteigen wird.

Aus dieser Erkenntnis heraus kann nur der Weg das Ziel sein, auch wenn es die Zeitachse einem nicht ermöglichen wird, die Aufgabe abzuschließen. Am Ende fühlt man sich wie ein mittelalterlicher Baumeister, der die Fertigstellung seiner Kathedrale nicht erleben kann, so sehr er sich auch müht, einschränkt und seinen Lebenswandel asketisch strukturiert. Aber in dieser Ohnmacht sind es Bilder wie diese, die uns zusammenzucken lassen und für die wir unserer G1 dankbar sind, die uns erinnern, wie schön der Fußball ist und was uns die „Kleinen“, die auch irgendwann mal groß werden, in diesem Moment des Fortgangs bedeuten. Man fragt sich oft, was die Trainer (in unserem Fall Julius Klose und Markus Schenk bei den G-Junioren) für sich mitnehmen, aber die Augen von Betreuer Jan Fischer am vergangenen Wochenende lassen uns von der süßen Frucht kosten, die uns vergessen lässt, dass es auf dem Trainingsplatz nicht immer einfach ist - gerade und vor allem in diesem Alter.

Am Sonntag spielte unsere G1 in Bleidenstadt außerordentlich erfolgreich, was bei dieser mannschaftlichen Geschlossenheit nicht verwundert. Nach diesen Erkenntnissen fällt es dem verantwortlichen Redakteur durchaus schwer, das Scheinwerferlicht auf die Aktivitäten auszurichten, die unsere Mannschaften im Jugendbereich zwischen Freitag und Montag bewegten und die im Allgemeinen einmal mehr nicht ganz hoffnungslos daher kommen.

Der Start am Freitagabend sehr verheißungsvoll. Unserer A-Jugend gelang in Rauenthal eine unfassbare Leistung gegen den JFV Walluf und das 8:1 gegen den Nachbarn hat in seiner Klarheit nicht nur den Gegner, sondern auch uns selbst überrascht und schreit förmlich nach einer Überarbeitung der Ziele in diesem Jahr, in dem langsam entstehenden Glauben, dass die Trainer Herbst und Knopp vielleicht doch in der Lage sein werden, die Gruppenliga als Meister zu erreichen. Wie wichtig dabei die Kooperation mit Rauenthal ist, hat mittlerweile jeder verstanden. Aber auch unsere B-Jugend hat daran einen Anteil, der dadurch verdeutlichtet wird, dass die Herren Erdinli und Sarris insgesamt 4 Tore beisteuerten. Der Zusammenhalt in der Spielgemeinschaft wird auf unserem Instagram und Facebook Kanal eindrucksvoll verdeutlicht, denn das Team holte nach dem Schlusspfiff im Spielerkreis extrem weit aus und erreichte mit der bestem HUMBA in der Geschichte des Fußballs (unbedingt anschauen) Kultstatus weit über die Grenzen der Rosenstadt hinweg.

Am Samstagmorgen dann Tristesse. Die E1 schafft es nicht, die Langzeitverletzten Theis und Jung zu ersetzen und kommt bei der in diesem Jahrgang sehr starken SG Orlen, mit 7:3 unter die Räder. Die E2 verliert im Bruderderby in Rauenthal mit 4:6. Einzig der Magier Schenk mit seiner E3 rettet die E-Junioren Ehre und bringt aus Idstein ein 6:2 zurück ins Emil März Stadion.

Die D-Jugenden hatten auf Grund des Duathlons alle Spiele verlegt.

Am samstäglichen späten Nachmittag gewann unsere B2 gegen Hünstetten locker und leicht mit 6:3 mit einer B- und C-Jugend Mischung, die es in sich hatte. So gab Philipp Lang sein Debut gemeinsam mit Tim Schuck auf der Innenverteidigerposition.

Sonntag früh in Hausen gegen Schlangenbad erreichte unsere B1 ein 7:1 und marschiert weiter unaufhaltsam voran in Richtung Gruppenliga.

Zeitgleich spielte unsere C2 aus der Position des Gejagten heraus gegen Kiedrich ein einmal mehr sagenhaftes Match und schickte die Mitglieder des kriegerischen Bergvolks mit einem 4:0 zurück an den Scharfenstein. Damit genießen die Herren Güngör und Ahlvers weiterhin den Blick von der Tabellenspitze, der den Protagonisten gut zu Gesicht steht und die Lebenszufriedenheit stärkt.

Bleibt der Montag, an dem unsere C-Jugend Gruppenliga Mannschaft gegen Taunusstein mit einem 1:1 auf Kurs bleibt und sich weiter in dieser komplizierten Saison jeden Punkt sauer verdienen muss.

Damit ist unser Jugendfußball erstmal und nur für heute abgeschlossen, in dem Wissen, dass es nie ein Ende geben wird, denn der nächste Spieltag wird schon ganz allmählich wieder sichtbar am Horizont und so sehr wir uns auch die Hälse recken, wir wissen nicht was kommen wird. Aber ist das so schlimm die Unwägbarkeiten des Fußballs zu ertragen? Manchmal schon, meistens nicht, ist die salomonische und zutreffende Antwort.

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