Moser

Das Wunder von Hausen, zusammengefasst vom Trainer Klärner höchstpersönlich in allen Einzelheiten. Eine Mischung aus Stolz und Genugtuung schwingt mit in den Zeilen des ehemaligen Ausnahmekickers, der das Spiel in alle Einzelheiten für uns zerlegt hat und dem wir den Rahmen gerne geben und den unveränderten Bericht hiermit veröffentlichen, logischerweise zusammen mit dem Bild des Kapitäns und Siegtorschützen Nico Moser. Danke Sven, Danke Nico für die bisherige außergewöhnliche Kreisoberliga Saison!

Der Underdog der Spvgg II traf nach bisher nur einem Punkt auf fremden Geläuf auf die heimstarke Mannschaft der SG Schlangenbad, die mit ihrem Trainer Sierk Conradi aus den letzten 5 Heimspielen satte 13 Punkte einfahren konnte. Die Vorzeichen waren klar verteilt doch dann passierte das, was Trainer Sven Klärner später als die beste erste Halbzeit seiner im Schnitt 22,6 Jahre alten Startelf titulieren würde. Die Schlangenbader wurden aggressiv attackiert und nach Ballgewinnen ging jedes Mal die Post ab. Innerhalb der ersten 20 Minuten klingelte es drei Mal. Der erstmals wieder eingesetzte Yannick Gödel eröffnete den Torreigen nachdem er über Fabi Schlosser und Jani Steinmetz super in Szene gesetzt wurde. Jani, der ebenfalls nach längerer Verletzungspause wieder spielte tat es ihm nach, als er aus der gleichen Position nach feinem Querpass wieder ins kurze Eck, aber diesmal ins Tordreieck einnetzte. Dann die 20 Minute. Langer Ball vom aktuell in München arbeitenden Wochenendheimkehrer Jonas Feldhaus auf den Kapitän Nico Moser. Der sieht, dass der Torwart zu spät aus dem Tor kommt und ihn per Kopfball aus über 20 Metern zum 3:0 überlupft wovon sich die Gastgeber in der ersten Hälfte nicht mehr erholten. Eine Sahnehalbzeit eben 🙂

Was soll da schon noch passieren dachten die Jungs wohl

und schalteten unbewusst trotz der mahnenden Worte ihres Trainers einen Gang zurück. Das kennt sicher jeder, der schon mal gegen die Kugel getreten hat. Man kann es noch so oft sagen, dass das nicht passieren darf, doch es passiert eben. Wer die Lösung dafür hat ruft bitte unseren Trainer an 😉 Und so entwickelte sich ein zu diesem Zeitpunkt niemals zu ahnender Krimi. Markus Hierath, der starke Stürmer der Schlangenbader brachte seine Elf durch zwei wunderschöne Distanzschüsse bis zur 66. Minute wieder in Schlagdiatanz und stellte unsere Abwehr ein ums andere Mal vor große Probleme. Randnotiz, dass der Schlangenbader Christopher Osterberg das Kunststück vollbrachte ohne eine Minute gespielt zu haben, mit gelb/rot von der Bank verwiesen zu werden. Die Schlangenbader rannten weiter an doch es dauerte bis zur 85. Minute als das Blatt sich endgültig durch den 8. Saisontreffer von Julius Buff zu wenden schien. Ausgleich und Schlangenbad entwickelte einen unfassbaren Druck, vergaß jedoch dass es noch einer Abwehr benötigte. Unser Youngster Max Schönleber erkämpfte sich den Ball und spielte einen genialen Pass auf unseren französischen Edeltechniker Yann Bretelle, der von der Mittellinie auf und davon zog und locker und leicht am Keeper zum umjubelten Führungstreffer einschieben konnte. Das wars dann jetzt, oder? Bei weitem nicht. 

Dem Schiedsrichter gefiel das Spiel so sehr, dass er 6 Minuten Nachspielzeit anzeigte, zur Blutdruckerhöhung des Eltviller Trainers gleich einmal unseren Mittefeldabräumer Schönleber mit gelb/rot wegen lautstarkem Reklamieren vom Platz schickte und on top noch einen Freistoß aus 16 Metern verhängte. Eine sehr harte Entscheidung mit bitterem Ende. Guter Freistoßtrick von Sierck Conradi und Julius Buff haute das Ding zum abermaligen Ausgleich in die Maschen. Buff mit zu viel Adrenalin dann mit einem Tritt in die Hacken des eingewechselten Basti Pnischeck und der Schiri zog glatt rot für den Goalgetter. Ebenfalls hart aber vertretbar. Wir befinden uns mittlerweile in der 95. Minute und der verhängte Freistoß nach roter Karte segelt von der Mittellinie in den 16er und Moser steigt in der Manier eines Kopfballungeheuers in halblinker Position zum Kopfball, trifft den Ball und er kullert gegen die Laufrichtung des Torwarts ins lange Eck zum Führungstreffer der Eltviller Buben. Ende? Quatsch. Da packen wir doch noch einmal drei Minuten drauf 🙁und Schlangenbad warf alles nach vorne. Ball um Ball segelte in den 16er  aber die unfassbare Kopfballpräsenz des Jonas Feldhaus ließ keine weitere Chance der Heimmannschaft zu. Dann endlich der Abpfiff und der Jubel der Sieger und die Niedergeschlagenheit der Verlierer kannte keine Grenzen. Was ein geiles Spiel mit einem unfassbaren Verlauf betonte auch die anwesende Legende Franz März, der doch schon so Vieles im Fussball und mit der Spvgg erlebt hat. Fazit: Die #EEB II sind ein verrückte Truppe, bei der an jedem einzelnen Sonntag die Wundertüte aufgeht und wir schauen was drinsteckt. Herzinfarktgefahr für die Trainer aber es lohnt sich auf jeden Fall dabei zu sein. Schaut einmal rein am Wiesweg. 

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