Bad Vilbel

Gemütszustände schwanken, nicht jede Minute bleibt im Einklang mit sich selbst und in der genauen Betrachtung des Menschen liegt die Wahrheit, die uns täglich lehrt, dass eine ständige Empfindung innerer Balance, sozusagen der Vernebelung durch das Angenehme nicht das Ziel der Schöpfung gewesen sein kann und selbst wenn es der große Plan gewesen wäre, dieser spätestens mit der Erfindung des Fußballs, zu den göttlichen Akten gelegt hätte werden müssen.

Da kommt in der B-Jugend, die auf Grund des Pokalsiegs im RTK den Hessenpokal erreichte, da kommt also der Tabellenführer der Verbandsliga – Bad Vilbel – zum gemütlichen sonntäglichen Kräftemessen ins Emil März Stadion, bereit dem Gruppenligisten zu zeigen wie der Fußball funktioniert und scheidet gegen eine heroische, im Rausch aufgehende U 17 der Spvgg Eltville, in einem fassungslos machenden Spiel, im Elfmeterschießen aus. Was für eine Freude, was für eine Glückseligkeit im Kampf David gegen Goliath, welche emotionale und spielerische Leistung von jedem Einzelnen dieser Generation von Fußballhelden unseres Vereins. Zweimal lagen Sie zurück, einmal in der regulären Spielzeit und einmal in der Verlängerung. Zweimal kamen sie wieder … durch ein Eigentor und in der Nachspielzeit der Verlängerung durch einen Weitschuss von Mathis Kräkel, der das gut gefüllte Rund völlig zum Beben brachte. Im darauffolgenden Elfmeterschießen nervenstark, mit einem gut aufgelegten Torwart Joshua Prager der einen parierte und einen anderen wegkuckte. Den Schlusspunkt, den entscheidenden Elfmeter, verwandelte schlussendlich Lauris Oltmann, zu einem absolut bemerkenswerten und verdientem Erfolg im Hessenpokal 2021/22. Ekstase! Wahnsinn!

Unsere 1. und 2. Mannschaft dagegen mit 0 Punkten am Wochenende. In Waldbrunn schlugen wir uns selbst durch ein Eigentor und einer Unachtsamkeit nach einem langen Ball. Dieses 1:2 spiegelt die Saison, in der wir nicht wirklich von der Stelle kommen und die uns alles abverlangt. Wieder waren die Leistung und die Einstellung in Ordnung, aber wenn man kein Glück hat, kommt halt noch Pech dazu und auch ein Gegner der leidenschaftlich kämpfte, machte die Aufgabe nicht leichter. Was soll man sagen, die Statik in der Mannschaft muss weiter justiert, die Spielidee definiert werden. Die letzte Trainingswoche war sehr gut, doch auch die besten Generalproben führen eben manchmal nicht zum gewünschten Erfolg. Das muss man für den Moment akzeptieren, gefallen muss es einem nicht. Die 1B in der KOL dann chancenlos bei stark aufspielenden Orlenern. Endstand 1:6 in einem Spiel, dass entschieden war, bevor es überhaupt los ging. Nach 5 Minuten stand es bereits 2:0 und auch die 4 mitgereisten A-Jugendlichen (eine sicherlich sehr interessante Erfahrung) erkannten, dass die Trauben in der KOL Rheingau-Taunus eben auch sehr hoch hängen.

Was bleibt ist die Demut, die Gewissheit, dass es nur über die Arbeit und den Zusammenhalt geht. Dem Verdruss des gestrigen Abends weicht am späten Nachmittag des darauffolgenden Tages die Lust auf das was vor uns liegt. Am nächsten Sonntag wissen wir mehr.

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